SPD: Rhythmisierte Ganztagsschulen in allen Schularten sofort einsetzen

Allgemein

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 22.03.2011

SPD: Rhythmisierte Ganztagsschulen in allen Schularten sofort einsetzen
Martin Güll unterstützt Forderungen des Aktionsrates Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft - Wir verlieren zu viele Talente in diesem Bildungssystem

Anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Jahresgutachtens 2011 des „Aktionsrates Bildung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft“ am heutigen Dienstag, 22.März, in München sieht sich der SPD-Bildungsexperte Martin Güll in seiner Einschätzung der bayerischen Bildungspolitik bestätigt: „Bayern muss viel mehr Geld für Bildung in die Hand nehmen und vor allem an der Bildungsgerechtigkeit arbeiten. Es ist für unsSozialdemokraten ein Herzensthema, die Ungleichheiten bei Bildungschancen endlich aufzulösen.“

Der Aktionsrat Bildung fordert insgesamt gravierende Verbesserungen in der bayerischen Bildungspolitik besonders im Bereich der Finanzen, bei dem Ausbau rhythmisierter Ganztagesschulen, bei der Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit und bei der Lehrerausbildung. „Ich bin mit Professor Rodenstock einig, dass 60.000 Schulabgänger ohne Schulabschluss einfach zuviel sind. Wir verlieren auf dem Bildungsweg viel zu viele Schüler - entweder weil sie gar nicht in die richtigen Bildungsgänge kommen oder weil sie nicht in den Bildungsgängen bleiben können“, so Güll.

Die SPD-Landtagsfraktion sieht sich bestärkt in ihrer Auffassung, rhythmisierte Ganztagsschulen in allen Schularten flächendeckend und umgehend einzusetzen. Güll: „Dafür brauchen wir rund 20 Prozent mehr Lehrpersonal. Lehrer sind genug auf dem Markt, leider aber auf dem Markt der Arbeitslosen, weil die Bayrische Staatsregierung gerade eben wieder hunderte Referendare in die Wüste geschickt hat.“

Professor Dr. Prenzel, eines der Mitglieder des Aktionsrates, sieht keine Zukunft für die bayerische Hauptschule. „Auch hier sind wir in der SPD auf dem richtigen Weg, neben dem Gymnasium mit der Gemeinschaftsschule ein Schulangebot mit allen Abschlüssen anzubieten“, meint Bildungsexperte Güll. Zentrales Ziel der bayerischen Bildungspolitik müsse sein, den Zugang zu Bildung für Kinder aller Schichten zu ermöglichen. „Hier verlieren wir noch viel zu viele Talente, was heute ebenfalls vom Aktionsrat Bildung bestätigt wurde, warnt Güll.

Das von der SPD entworfene Konzept der Gemeinschaftsschule umfasst die Jahrgangsstufen eins bis zehn. Sie verzichtet auf die Aufteilung der Schülerinnen und Schüler in die traditionellen Schularten und setzt auf ein gemeinsames Lernen nach dem Prinzip der individuellen Förderung. In einer Gemeinschaftsschule ist "Lernen ohne Brüche" möglich. Da die Schülerinnen und Schüler bis zu ihrem ersten Schulabschluss zusammen bleiben, entfällt das bisher übliche Übertrittsverfahren mit all seinen Problemen, was zu einer Abnahme des Leistungsdruckes auf Schüler und Lehrer führt und den Lernerfolg verbessert.

 
 

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