Bildungsstreik zum G8 / Q11 am Freitag, 12. Febr. 2010

Allgemein

Am Freitag, 12. Februar 2010 finden in Bayern die Schüler-Eltern-Demonstrationen zur neuen Oberstufe Q11 im 8-jährigen Gymnasium und zum G8 allgemein statt. Die AfB Landshut unterstützt die Organisatoren vom Aktionsbündnis "Q11-Bildungsstreik in Bayern".

In folgenden Städten finden die "Bildungsstreiks" statt:

Hier finden am Fr, den 12.2.2010, Demonstrationen statt:

- München, 10:45 Uhr, Odeonsplatz

- Augsburg, 13:00 Uhr, Königsplatz

- Kempten, 11:00 Uhr, Rathausplatz

- Bamberg, 10:45 Uhr, Bahnhof

- Bayreuth, 11:00 Uhr, Schützenplatz

- Würzburg, 13:00 Uhr, Residenzplatz

Bitte beachte die Zugverbindungen zu den Städten, in denen demonstriert wird. (siehe HP Bildungsstreik)

Bitte melde dich unter Q11-streik@bildungsstreik-bayern.de, wenn du mit helfen willst.

Nähe Infos findet Ihr / finden Sie auf der Internetseite des Aktionsbündnisses unter http://q11.bildungsstreik-bayern.de/

Die Forderungen des Aktionsbündnisses:
Die Hauptkritikpunkte sind:

1. Belastung durch hohe Stundenzahl

* Mindestwochenstundenzahl: in vier Halbjahren im G8 (132) rund 20 Prozent höher als im G9 (108)
* in der Praxis 34 bis 38 Wochenstunden in der Q11, d.h. Erhöhung um 30 Prozent
* nicht altersgemäße wöchentliche Arbeitsbelastung von 50 bis 60 Stunden, Fahrt- und Wartezeiten durch „Freistunden“ nicht mitgerechnet
* somit ein klarer Verstoß gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz
* Nachmittagsunterricht an drei bis vier Tagen (De-facto-Ganztagsbetrieb)
* Vorbereitung für den nächsten Tag bis in die Nachtstunden
* hohe Belastung vor allem für Fahrschüler, die im Flächenstaat Bayern in der Mehrzahl sind, Rückkehr nach Hause oft erst nach 18 Uhr

2. Zu hohes Leistungsniveau

* versprochene Kürzung der Lehrplans um 1/9 de facto nicht erfolgt
* mehr Stoff in kürzerer Zeit
* zu hohe Anforderungen in den geplanten Abituraufgaben
* wegen zu wenig Vorbereitungszeit und hoher Klausurendichte kaum zu bewältigender Leistungsdruck
* teilweise unkalkulierbares Anforderungsniveau in Klausuren sowie unzureichende Vorbereitung auf Aufgabenstellungen der Oberstufe
* Festlegung auf Abiturfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache), für die unter Umständen keine Neigung und Begabung vorhanden ist
* zusätzliche zeitliche Belastung durch Seminare zur Berufsorientierung
* damit insgesamt erschwerte Bedingungen gegenüber der jetzigen K12, dem Konkurrenzjahrgang im Kampf um die Studienplätze
* kaum Freizeit und Zeit für soziales Engagement, Sport, Musik oder den Führerschein

Forderungen und Verbesserungsvorschläge:
Sofort:

* Überarbeitung der Lehrpläne und Reduzierung der Stofffülle
* mehr Lehrer und kleinere Kurse
* bessere Vorbereitung auf die Anforderungen der Oberstufe
* gerechte Abituraufgaben (Grundkursniveau) und Chancengleichheit im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang
* bessere räumliche Voraussetzungen (Aufenthaltsräume)
* bessere Busanbindungen für die Schüler im ländlichen Raum
* ausreichend Studienplätze im doppelten Abiturjahrgang 2011

Für die nachfolgenden Jahrgänge:

* Mehr Zeit für Bildung
* Wahlfreiheit zwischen G8 und G9
* weniger Stunden in der Oberstufe, z.B. durch Abschaffung der wenig effektiven und teuren Intensivierungsstunden und damit mehr Fachstunden in Unter- und Mittelstufe
* dafür mehr Lehrer und kleinere Klassen
* mehr Wahlfreiheit in der Oberstufe bzgl. der Abiturfächer
* Umstellung des Systems auf echten Ganztagsschulbetrieb mit entsprechender räumlicher und personeller Ausstattung
* damit mehr Zeit für musische, sportliche und soziale Angebote an den Schulen

 
 

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