Gymnasium

Güll wirft CSU-Staatsregierung Versagen bei der Gymnasialreform vor

23.10.2014

Güll wirft CSU-Staatsregierung Versagen bei der Gymnasialreform vor

SPD-Bildungsexperte: „Sie haben es einfach nicht begriffen“

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Martin Güll, warnt CSU und Staatsregierung vor dem angekündigten ‚Weiter so‘ beim Gymnasium. „Sie haben es einfach nicht begriffen“, sagte der SPD-Abgeordnete am Donnerstag in der Aktuellen Stunde des Landtags. „Es wird keine Ruhe am Gymnasium kommen.“

Die CSU-Vorschläge für ein neunjähriges Gymnasium lediglich für schwächere Schüler werde die allgemeine Überlastung der Kinder, Lehrer und Familien durch das G8 nicht beseitigen. Güll betonte: „Das ist keine echte Wahlfreiheit. Das ist nicht das, was die Betroffenen wollen.“ Die Kinder bräuchten die Möglichkeit, sich mehr Zeit zum Lernen zu nehmen.

 

Echtes G9 statt Pranger-Klassen!

02.10.2014

Echtes G9 statt Pranger-Klassen!

Bildungspolitischer Sprecher Güll: Kultusministerium plant Sitzenbleiben im neuen Gewand - mit echter Wahlfreiheit hat das nichts zu tun

Der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll ist entsetzt darüber, dass das Kultusministerium das G9 nur den leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern ermöglichen will. "Was Minister Spaenle laut einem internen Papier, das Medien vorliegt, plant, ist ganz klar: Ein paar leistungsschwächere Schüler kommen in eine bessere Wiederholungsklasse und werden damit für ihre Leistungen an den Pranger gestellt, während ihre Klassenkameraden mit den besseren Zensuren zwangsläufig das G8 durchlaufen müssen - mit Stress und zu wenig Zeit neben der Schule!", so Güll. "Mit echter Wahlfreiheit hat das nichts zu tun: Das ist Sitzenbleiben im neuen Gewand!"

Für den SPD-Bildungsexperten ist diese Stigmatisierung von schlechteren Schülern eine Taktik, um das G8 zwangsweise beizubehalten: "In Ländern mit Wahlfreiheit wie Hessen oder Baden-Württemberg haben die Schulen Probleme, überhaupt genügend Schüler für G8-Klassen zu finden", so Güll. "Die Eltern und auch die Schülerinnen und Schüler stimmen dort mit den Füßen ab. Lieber ein Jahr länger am Gymnasium, anstatt den Stoff im Hau-ruck-Verfahren durchzupauken und kaum mehr Zeit für außerschulische Aktivitäten zu haben. Doch die bayerische Staatsregierung will nicht einsehen, dass das G8 in dieser Form gescheitert ist. Lieber greift sie jetzt in die Trickkiste, um ihr Konzept über Umwege doch beizubehalten."

 

Reform des Gymnasiums: CSU hat nach G8-Schnellschuss nun Ladehemmung

24.09.2014

Reform des Gymnasiums: CSU hat nach G8-Schnellschuss nun Ladehemmung

Vorsitzender des Bildungsausschusses Martin Güll sieht Gymnasialreform auf die lange Bank geschoben und fordert Mut zu einem modernisierten G9

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Martin Güll, ist enttäuscht von den bei der CSU-Klausurtagung diskutierten Plänen zur Reform des Gymnasiums in Bayern. "Die bayerischen Schülerinnen und Schüler müssen sich darauf einstellen, dass sich in den nächsten drei Jahren für sie nichts verbessert", bedauert Güll. Die angekündigte verlängerte Mittelstufe werde es wohl zunächst nur als Versuch geben. Auch die dringend erforderlichen Änderungen im Lehrplan werden wohl für drei Jahre aufgeschoben. Ebenso werde die Lehrerbildung wohl nur mittelfristig reformiert. "Da tut sich viel zu wenig. Nach dem G8-Schnellschuss hat die CSU jetzt offensichtlich Ladehemmung. Da wundert es mich nicht, dass sie ihre Vorstellungen nicht mit der Opposition diskutieren möchte", erklärt Güll.

Der SPD-Bildungspolitiker nimmt in der Bevölkerung den großen Wunsch nach Entlastung der Schüler im Gymnasium wahr: "Daher bleibe ich dabei: Die allermeisten Kinder brauchen mehr Bildungszeit. Daher halte ich ein modernes G9 mit der Möglichkeit zum Überholen für die bessere Wahl." Weiter fordert Güll eine wirkliche pädagogische Erneuerung mit neuen Lernformen und -zeiten und macht seine Gesprächsbereitschaft deutlich. "Es gibt genügend zu tun - wir in der SPD sind zum Gespräch bereit."

 

Gymnasialreform: Alleingang des Ministerpräsidenten geht zulasten der Schülerinnen und Schüler

18.09.2014

Gymnasialreform: Alleingang des Ministerpräsidenten geht zulasten der Schülerinnen und Schüler (MELDUNG MIT AUDIO-DATEI)

Bildungspolitischer Sprecher Güll fordert CSU-Fraktion auf, am gemeinsamen Vorgehen festzuhalten

Der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll bezeichnet die Weigerung des Ministerpräsidenten, in der Gymnasialreform weiterhin auch mit den Oppositionsparteien zusammenzuarbeiten, als der Sache und der Problematik keineswegs angemessen. "Diese Haltung beweist: Es geht dem Ministerpräsidenten keineswegs um eine Lösung, mit der am Ende alle zufrieden sind und die das Beste für die Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrerinnen und Lehrer ist. Stattdessen nutzt Seehofer den Ärger über eine thematisch gänzlich andere Plenardebatte als Vorwand, seine bildungspolitischen Vorstellungen im Alleingang durchzuboxen!"

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses Güll appelliert an die CSU-Fraktion, diese Kehrtwende nicht mitzumachen. "Die Bildungsexperten der Regierungsfraktion müssen sich jetzt fragen: Soll das Wohl der Schulfamilie im Vordergrund stehen oder ein parteipolitisches Scharmützel? Wir waren auf einem guten Weg - und sollten diesen jetzt unaufgeregt und mit dem Thema angemessener Ernsthaftigkeit weitergehen!"

Einen O-Ton zur Meldung finden Sie hier.

 

Bayerns Sonder-G8: SPD kritisiert Spaenles Konzeptlosigkeit beim Gymnasium

12.09.2014

Bayerns Sonder-G8: SPD kritisiert Spaenles Konzeptlosigkeit beim Gymnasium

Bildungspolitischer Sprecher Güll: Mit Wahlentscheidung für Verlängerung in Mittelstufe statt G9 stellt sich Bayern endgültig ins Bildungs-Abseits

Der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll kritisiert die Ankündigung des Kultusministers scharf, die Mittelstufe der Gymnasien gegebenenfalls von drei auf vier Jahre zu verlängern. "Das bedeutet, dass nur in Bayern Schüler nach der 11. Jahrgangsstufe die mittlere Reife bekommen und erst nach 14 Jahren an der FOS ihr Abitur machen können!", so Güll. "Wieder soll in Bayern ein Sonderweg eingeschlagen werden. Das ist unnötig und für die Mobilität in Deutschland mehr als kontraproduktiv."

Die Mehrheit der Eltern, in Deutschland wie in Bayern, spreche sich für ein neunjähriges Gymnasium aus, betont Güll. "Deshalb ist es unverständlich, dass sich die CSU beharrlich weigert, auf die Eltern und die Schulfamilie zu hören."

Der SPD-Bildungssprecher fordert Spaenle und die CSU auf, spätestens am 15. September ein klares Konzept vorzulegen, um die letzte Chance eines gemeinsamen Weges nicht zu verspielen. "An diesem Tag werden die bildungspolitischen Sprecher aller Fraktionen versuchen, mit dem Kultusminister einen Kompromiss zu finden - zum Wohl der Schülerinnen und Schüler, der Kommunen, der Lehrerinnen und Lehrer und der Eltern."

Der O-Ton von Martin Güll steht zum Download hier zur Verfügung.

 

G8 oder G9? SPD fordert echtes Wahlrecht für das Gymnasium

Bildungspolitischer Sprecher Güll: Mit Flexi-Jahr kommt keine Ruhe ins Gymnasium

„Jetzt bekommt Kultusminister Spaenle langsam Panik. Anders ist das sture Festhalten an dem unseligen Flexi-Jahr nicht zu erklären. Ruhe kommt in das bayerische Gymnasium erst, wenn die Forderung der SPD nach einem Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten aufgegriffen wird“, bewertet der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Bayern, Martin Güll, die Bekanntgabe des Kultusministers, ab dem kommenden Schuljahr das Flexi-Jahr einzuführen.

Güll verweist auf Umfragen, die in überwiegender Mehrheit das neunjährige Gymnasium zurückhaben wollen. „Das ist mehr als verständlich, weil die Vorgaben der Kultusministerkonferenz mit insgesamt 265 Wochenstunden bis zum Abitur in der achtjährigen Form zwangsweise eine große Verdichtung des Lehrstoffes in Form von vielem Nachmittagsunterricht zur Folge haben. Das ist teilweise unzumutbar und für viele schlicht überfordernd", zeigte Güll Verständnis für die Eltern. Dazu komme die hohe Zahl von Leistungsmessungen, sodass für die notwendigen Wahlfächer und ehrenamtlichen Tätigkeiten „keine Luft zum Atmen“ mehr bleibe.

Der Spitzenkandidat der Bayern-SPD, Christian Ude, habe deshalb vollkommen zurecht bereits im letzten Jahr bekannt gegeben, eine SPD-geführte Regierung werde den Schulen ein echtes Wahlrecht anbieten. „Man kann ein G8 tatsächlich machen, aber sinnvollerweise nur in der gebunden Ganztagsform, weil damit Luft für die vielen Wochenstunden ist. In Bayern gibt es aber so gut wie keine Ganztagsklassen am Gymnasium“, bedauert der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag. Deshalb müsse man für die große Zahl der Schülerinnen und Schüler eine schnelle Entlastung durch ein überarbeitetes G9 zulassen.

„Was gar nicht geht, ist ein Flexi-Jahr, also ein freiwilliges Sitzenbleiben zwischen der achten und zehnten Jahrgangsstufe. Freiwilliges Sitzenbleiben gab es immer schon, hat aber mit echtem individualisierten Lernen überhaupt nichts zu tun“, stellt Güll fest. Was viele Schüler dringend brauchen, ist eine dauerhafte Entlastung und Entschleunigung in allen Jahrgangsstufen und das gehe eben am besten in einem Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten. „Darüber werden die Wählerinnen und Wähler im September abstimmen“, so Güll.

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 12.04.2013

 

Petition gegen G8: SPD für Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten


MdL Karin Pranghofer

Bildungspolitikerin Pranghofer: Anliegen der Unterzeichner müssen berücksichtigt werden

Die SPD-Bildungspolitikerin Karin Pranghofer sieht in der heute im Bildungsausschuss behandelten Petition zur Abschaffung des G8 einen weiteren Beleg für die Mängel im achtjährigen Gymnasium. „Wir wollen nicht zurück zum G9, sondern kämpfen für ein Wahlrecht zwischen G8 und G9, für ein Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten. Die Petition, die 7000 Unterstützer gefunden hat, bestätigt uns darin“, erklärt Pranghofer.

Die Petition hatte ein allein erziehender Vater von zwei Töchtern eingereicht. Seine Töchter seien im achtjährigen Gymnasium so belastet, dass die Anmeldung in einem Sportverein scheiterte, weil die Termine mit den Schulzeiten kollidierten. Ein anderes Mal wurde von einem Verwandten sogar ein Familientreffen abgesagt, weil am Wochenende sehr viele Hausaufgaben zu erledigen waren. Eine Unterzeichnerin schrieb, dass ihre Tochter bis 21 Uhr abends lernt.

„Aus den vielen Beschwerden über das G8 müssen wir Konsequenzen ziehen. Hier muss sich etwas ändern“, fordert Bildungspolitikerin Pranghofer. Die Anliegen der Unterzeichner sollten bei einer Reform des Gymnasiums berücksichtigt werden. Die SPD stimmte im Ausschuss für die Würdigung der Petition.

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 24.01.2013

 

Martin Güll: Kultusminister ist unfähig!

"Das ist einmalig in der bayerischen Bildungspolitik: Seit über acht Jahren sind die zuständigen Fachminister Hohlmeier, Schneider und Spaenle mit ihrem Ministerium nicht imstande, das bayerische Gymnasium in seiner verkürzten Form sach- und vor allem schülergerecht aufzustellen." Für den bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Güll, ist das „Dilettantismus der höchsten Form“. Nun müsse, so Güll, sogar Ministerpräsident Seehofer die Arbeit seines Kultusministers Spaenle übernehmen und gemeinsam mit Mitgliedern der Schulfamilie und der Eltern- und Lehrerverbände über einen Runden Tisch die Lösungen suchen. „Nach acht Jahren muss mit dem Experimentieren endlich Schluss ein. Fast 400.000 junge Menschen sind von der Unfähigkeit des CSU-Ministers betroffen“, fasst Martin Güll, der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, seinen Ärger zusammen.

Dabei lägen die Lösungen auf der Hand. „Man muss sie einfach nur umsetzen“, so Güll. Nach den Vorstellungen der SPD-Landtagsfraktion muss das Gymnasium jedem talentierten Schüler größtmögliche individuelle Förderung und die dafür notwendige Lernzeit geben. Der Lehrplan muss sich auf das Wesentliche beschränken und die Bedürfnisse und Interessen in der jeweiligen Entwicklungsstufe berücksichtigen. Lernziel muss der Aufbau von Fach- und Methodenkompetenz sein. Dazu braucht es eine gute rhythmisierte Ganztagsschule und vor allem ausreichend Lehrpersonal, die die Schüler auf ihrem individuellen Lernweg begleiten.

„Wenn wir das Gymnasium pädagogisch neu ausrichten, ist die Frage, ob der Schüler für das Erreichen des Ziels Abitur acht oder neun Jahre braucht, vollkommen zweitrangig, so der SPD-Bildungspolitiker. Die SPD sieht keine Veranlassung, die sechs Jahre der Unter- und Mittelstufe zeitlich auszudehnen. Hier müsse durch Reduzierung der Pflichtstunden, des Lehrplans und des Unterrichtsausfalls verbunden mit der Einführung von gebundenen Ganztagsklassen und selbstgesteuertem Lernen eine Entlastung geschaffen werden. Güll: „Das hat doch 40 Jahre im G9 auch hervorragend funktioniert. Ein zusätzliches Intensivierungsjahr in der Hochpubertätsphase bringt keinerlei Vorteile für die Vorbereitung auf das Abitur.“ In der Oberstufe hingegen mache ein „Gymnasium der zwei Geschwindigkeiten“ Sinn. „Hier weiß der erfahrene Gymnasiast selbst am besten, wie viel Vorbereitungszeit er auf das Abitur benötigt.“

 

Lehrerstellen in Mangelfächern an Gymnasien werden nur noch zum Teil besetzt

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 15.12.2010

Lehrerstellen in den Mangelfächern an Gymnasien werden nur noch zum Teil besetzt
SPD-Bildungssprecher Pfaffmann kritisiert Anweisung des Kultusministeriums

Erneut wird die Doppelzüngigkeit der bayerischen Staatsregierung bei der Lehrerversorgung an den Schulen deutlich: Auf der einen Seite erklärt der Kultusminister der Öffentlichkeit, dass tausende neuer Stellen für die Schulen geschaffen werden. Andererseits verfügt das Kultusministerium in aller Stille, dass freie Lehrerstellen nur noch teilweise besetzt werden dürfen. Dazu SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann: „Spaenle legt jetzt der Gymnasialfamilie ein trauriges Geschenk unter den Weihnachtsbaum.“

Kurz vor Weihnachten lässt der Kultusminister verkünden, dass die freien Lehrerstellen in Fächern, in denen es ohnehin wenig Lehrer gibt, den Mangelfächern, an den bayerischen Gymnasien nur noch teilweise besetzt werden dürfen. "Damit nimmt die Staatsregierung nicht nur den gravierenden Lehrermangel billigend in Kauf, sondern sorgt sogar dafür dass auch im neuen Jahr weniger statt wie immer wieder verkündet mehr Lehrer an den Gymnasien unterrichten", so der SPD-Bildungsexperte.

800 junge Lehrerinnen und Lehrer für die Gymnasien werden im Februar mit ihrer Ausbildung fertig und könnten eingestellt werden. Doch wie die Staatsregierung jetzt den Seminarschulen mitgeteilt hat, beabsichtigt sie selbst in den Mangelfächern Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik und Latein nur noch die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber einzustellen.

„Der Kultusminister hat gar nicht die Absicht, die Not der Gymnasien zu lindern, im Gegenteil, er verschärft den Lehrermangel an den Gymnasien sehenden Auges und ganz bewusst.“, so Pfaffmann, der die Position der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) unterstützt, die auch auf die Rechentricks der Staatsregierung bei den Planstellen verweist.

Den zynischen Grund für die Einstellungspraxis liefert der Finanzminister. Nachdem die Absenkung der Eingangsbesoldung zum 1.4.2011 in Kraft tritt, fallen diejenigen jungen Lehrerinnen und Lehrer, die noch im Februar eingestellt werden, nicht unter diese Regelung und sind bei Einstellung im September 2011 schlicht billiger zu haben. Die SPD-Landtagsfraktion wird einen Dringlichkeitsantrag einbringen und die Einstellung aller jungen Lehrerinnen und Lehrer fordern.

 

Kultusminister korrigiert in letzter Minute falsche Entscheidung zulasten des letzten G9-Abiturjahrgangs

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 01.09.2010

Karin Pranghofer: Kultusminister korrigiert in letzter Minute falsche Entscheidung zulasten des letzten G9-Abiturjahrgangs
CSU zieht Reißleine, um Chancengleichheit zwischen G9- und G8-Schülern her-zustellen - SPD-Bildungspolitikerin mahnt ausreichende Zahl der Studienplätze an

Endlich hat die Staatsregierung ein Einsehen und gibt den Forderungen der Landeselternvereinigung nach. Demnach sollen die mündlichen und schriftlichen Leistungen des letzten G9-Jahrgangs 1:1 statt wie bisher 1:2 gewertet werden. „Kultusminister Spaenle hat doch noch die Reißleine gezogen und sozusagen in letzter Minute gleiche Prüfungsbedingungen für Schülerinnen und Schüler des Doppelten Abiturjahrganges hergestellt", freut sich SPD-Bildungspolitikerin Karin Pranghofer. „Nur schade, dass wieder einmal so viel Zeit und Druck notwendig war, um falsche Entscheidungen im letzten Moment doch noch zu korrigieren."

Ihrer Einschätzung nach hilft die Gleichsetzung der schriftlichen und mündlichen Leistungen den Absolventen, wenigstens annähernd gleiche Startchancen ins Berufsleben und Studium zu gewährleisten. „Schwer genug haben es die G9-Schüler sowieso, denn die Konkurrenz ist mit der doppelten Zahl an Absolventen aus dem Gymnasium in 2011 auf dem Arbeits- wie dem Studienmarkt sowieso schon groß", meint die Aschaffenburger Abgeordnete.

Gleichzeitig mahnt die SPD-Bildungspolitikerin ausreichend Studien- und Ausbildungsplätze an: „Hier muss die Staatsregierung noch deutlich nachbessern, denn befriedigend ist Situation für die Absolventen des Doppelten Abiturjahrgangs noch lange nicht."

 

Spaenles G8-Erhebung nicht aussagekräftig

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 08.07.2010

Spaenles G8-Erhebung nicht aussagekräftig
SPD-Bildungsexperte Pfaffmann will bessere Lernbedingungen statt Monitoring

Die heute vom bayerischen Kultusminister bei einer Pressekonferenz vorgestellte Erhebung zur Oberstufe des G8 ist für den Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag, Hans-Ulrich Pfaffmann, nicht aussagekräftig: „Kultusminister Spaenle hat die Schulen selbst ausgewählt, außerdem ist die Zahl der befragten und ausgewerteten Einrichtungen viel zu gering", so der Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion. „Spaenle hat weder Schüler noch Eltern gefragt. Die Meinung derjenigen, die von seiner Schulpolitik betroffen sind, interessiert ihn schlicht nicht", so Pfaffmann.

Mit der Untersuchung sollte festgestellt werden, wie sich die Veränderungen der Oberstufe im neuen achtstufigen Gymnasium (G8) auf die Arbeitsbelastung der Schülerinnen und Schüler auswirken. Der SPD-Bildungssprecher empfiehlt jedoch, die Fakten weniger „schön zu untersuchen", sondern sie vielmehr zu verbessern: „Bayerns Gymnasien brauchen nicht immer mehr Monitoring und Untersuchungen, sondern mehr Lehrer und kleinere Klassen. Das Kultusministerium wäre gut beraten, die Leistungsbelastung der Oberstufe endlich ernst zu nehmen und die zeitliche Beanspruchung in der Schule und auch zu Hause zu berücksichtigen", so Pfaffmann.

 

Flexibilisierung der gymnasialen Oberstufe mit individuellem Lerntempo

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 31.03.2010

SPD-Bildungspolitiker wollen Flexibilisierung der gymnasialen Oberstufe mit individuellem Lerntempo in zwei oder drei Jahren
Hans-Ulrich Pfaffmann und Karin Pranghofer stellen auf Pressekonferenz die Vorschläge der SPD-Fraktion zur Neuausrichtung des Gymnasiums vor

„Das bayerische Gymnasium braucht eine Neuausrichtung", fordern die Bildungspolitiker der SPD-Landtagsfraktion. Auf einer Pressekonferenz im Landtag erläuterten der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Hans-Ulrich Pfaffmann, und die Bildungspolitikerin Karin Pranghofer, wie aus Sicht der SPD adäquat auf die enorm gestiegenen Lernbelastungen am G8 reagiert werden muss.

Die zentralen Vorschläge der SPD-Bildungspolitiker:

1. Lernen ist ein individueller Prozess - auch im Gymnasium. In den Mittelpunkt des Schulalltags am Gymnasium wird künftig eine Neukonzeption des Unterrichts gestellt. Sie soll die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler als Chance und nicht als Defizit begreifen. Es geht künftig nicht mehr nur um punktgenaues „Wissen", sondern um die nachhaltige Vermittlung von Kompetenzen. Es geht dabei auch nicht nur um die Erhöhung der Abiturientenzahlen, sondern um den Grundsatz, dass wir eine bessere und nachhaltigere gymnasiale Ausbildung brauchen. Das Gymnasium muss die Chance nutzen, sich einer modernen Schulentwicklung anzupassen, damit es nicht an Qualität verliert.

2. Die Rahmenbedingungen zum Lernen müssen verbessert werden, das heisst, es sind kleinere Klassen und eine bessere Förderung des einzelnen nötig. Die Bildungsinvestitionen müssen solange erhöht werden, bis das Ziel, dass es in Bayern keine Klasse über 25 mehr gibt, zeitnah erreicht wird.

3. Die Oberstufe flexibilisieren: Die Oberstufe kann je nach individuellem Lerntempo in 2 oder 3 Jahren abgeschlossen werden. Dazu wird die Oberstufe in Pflicht- und Wahlkursen organisiert, die die Schülerinnen und Schüler wählen. Eine Änderung könnte zum Schuljahr 2011/2012 bereits umgesetzt werden.

4. Das Unterrichtsprogramm den Schulen überlassen: Zur Anpassung des Unterrichts an das Lerntempo der Schülerinnen und Schüler wird die Stundentafel der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufe 5-10) flexibilisiert. Die Schulen erhalten die Freiheit, ihre Lernzeiten selbst zu organisieren. Das Kultusministerium legt lediglich fest, wie viele Jahreswochenstunden (Kontigent) insgesamt in den einzelnen Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsgangs (Sek I) zu erteilen sind. Wie diese Jahreswochenstunden verteilt werden, entscheidet die Schule. Durch Bildungsstandards der jeweiligen Schulstufen wird die Vergleichbarkeit der Lernergebnisse sichergestellt. Die Schulen sollen künftig mit Kontingent-Stundentafeln mehr pädagogische Eigenständigkeit erhalten.

Dabei wird die Möglichkeit geschaffen:

- Fächer innerhalb des Schuljahres im Epochenunterricht zu erteilen
- Stunden mehrerer Fächer in einem Projektunterricht zusammenzufassen
- Das Lernen im 45-Minuten-Takt abzuschaffen
- Die Unterrichtstunden in einem Fach oder in einem Fachbereich innerhalb der Schulstufen oder der Jahrgangsstufen frei zu verteilen
- Das Profil der Schule besser heraus zu stellen

5. Ganztagsgymnasien ausbauen: Ganztagsgymnasien können mit dazu beitragen, den achtjährigen Abschluss im Gymnasium zu befördern. An jedem Gymnasium wird ein Ganztagsgymnasium aufgebaut.

 
 

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